XXI

U2540 (Typ XXI) wurde am 24. Februar 1945 in Dienst gestellt. Das Boot fuhr niemals einen Kapmfeinsatz und wurde am 4. Mai 1945 im Rahmen der "Operation Regenbogen" von der eigenen Besatzung versenkt. Im Juni 1957 wurde das Boot gehoben, zu den Kieler Howaldtswerken geschleppt und in Stand gesetzt. Dann diente es zunächst der Bundesmarine als Klasse 241-Boot unter dem Namen "Wal" als Versuchsboot.
(Foto: Marc Goecke)

Der Typ XXI stellte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs den Beginn einer neuen Ära von UBooten dar. Im Gegensatz zu seinen Vorgänger-typen konnte erst dieser Bootstyp als "echtes Unterseeboot" bezeichnet werden.

Er besaß standardmässig einen Schnorchel, der es ihm erlaubte nahezu ständig getaucht zu bleiben. Die Akkumulatoren die für Tauch-fahrten nötig waren, waren leistungsfähiger und langlebiger und konnten, durch die von der Schnorchelanlage erlaubte Unterwasser-dieselfahrt, auch getaucht aufgeladen werden. Das Boot hatte ein hydraulisches Torpedo-ladessystem, das es ermöglichte die 6 Bug-torpedorohre schneller als jemals zuvor möglich zu beladen.

Da das Boot bei E-Maschinenfahrt eine höhere Unterwasser- als Überwassergeschwindigkeit bei Dieselfahrt aufwies, wurden die Boote auch "Elektroboote" genannt.

Die Enwicklung und der Bau der Boote erfolgte aber viel zu verspätet, um eine Wendung, im schon verlorenen UBoot-Krieg, zu bringen. Es fuhr nur ein einiziges UBoot dieses Typs in einen Kampfeinsatz, welches aber keinen Versenkungserfolg mehr verzeichnen konnte.

Kriegsmarine-Angehörige auf dem Vorderdeck eines Typ XXI-Bootes (Archivbild Sammlung: Marc Goecke)

Typ
XXI (Zweihüllen-Hochseeboot, sog. Elektroboot)
gebaute Boote

U2501-U2551
(1943-1944)
Werft: Blohm & Voss, Hamburg

U2552-U2564
(1943- -)
Werft: Blohm & Voss, Hamburg

U3001-U3051
(1943-1944)
Werft: Deschimag AG Weser, Bremen

U3052-U3063
(1943- -)
Werft: Deschimag AG Weser, Bremen

U3501-U3537
(1943-1944)
Werft: F. Schichau, Danzig

U3538-U3695
(1943- -)
Werft: F. Schichau, Danzig

Verdrängung:
aufgetaucht 1621 t,
getaucht 1819 t
Masse (in meter):
76,7x8,00x6,20
Torpedorohre:
vorn: 6x 53,3 cm
Torpedos:
23 (oder 17 u. 12 Minen)
Motoren:
2 MAN Diesel, 2 SSW E-Motoren + 1 für Schleichfahrt
Geschwindigkeit:
aufgetaucht max. 15,5 kn,
getaucht max. 17,5 kn, Schleichfahrt 3,5 kn

Reichweite:
15000 sm/10 kn aufgetaucht,
365 sm/5 kn getaucht
max. Tauchtiefe :
ca. 280m
Geschütze:
4x 3 cm (Zwilling) o. 2x 2cm (Zwilling)
Besatzung:
57 Mann
Besonderheiten:

Radar
Sonar
akustische Entfernungsmessanlage
Teleskopschnorchel
versenkbare Zwillingsgeschütze


Das ursprüngliche Typ XXI-Boot U 2540 liegt heute unter dem Namen "Wilhelm Bauer" als Museumsboot in Bremerhaven. (Foto: Marc Goecke)